Sekai Project war damals so freundlich, mir schon im Voraus einen Key für die Visual Novel zukommen zu lassen, sodass ich ihre Version schon einmal lesen konnte, um ein Review darüber zuschreiben. Ich war nur zuvor zu Faul das Review auch hier zu posten.
Es ist zwar schon seit einiger Zeit möglich, planetarian auf englisch zu lesen, allerdings erscheint dank Sekai Project nun die erste offizielle Version auf dem internationalen Markt.

Titel: planetarian ~the reverie of a little planet~
Entwickler: VisualArt’s/Key
Genre: Kinetic Novel, Drama
Länge: 2-10h
Premiere: 29.11.2004 (Japan) / 12.09.2014 (Englisch / Steam)
Story:
Why don’t you come to the planetarium?
The beautiful twinkling of eternity that will never fade, no matter what.
All the stars in the sky are waiting for you.

In time for the 10th anniversary since it’s original release in Japan, planetarian is an engaging and emotional visual novel from legendary studio VisualArt’s/Key’s KineticNovel brand. For the first time ever, this memorable title is available on Steam in English!
Set in a post-apocalyptic world, what remains of humanity survive where biochemical warheads have destroyed civilization and endless “Rain” continues to fall upon the shattered earth. Autonomous battle drones continue a fight that has long lost it’s meaning. As a junker, a scavenger who seeks out undamaged items of value, you end up in a domed building that appears to be a military installation.
That building turns out to be a planetarium and in there you meet a young woman named Yumemi. A member of the help staff at the planetarium, she’s been waiting for customers to visit for over thirty years. It is this chance encounter with Yumemi that even the coldest of hearts may be thawed.
Handlung:

Die Handlung ist, wie man es eigentlich von VisualArt’s/Key Visual Novels kennt: Es fängt alles recht interessant an und man wird ziemlich schnell in die Geschichte hinein gezogen. Wie dies hier aber auch typisch ist, hat man es auch ruckzuck mit Drama zu tun. Die Handlung ist insgesamt recht kurz, trotzdem trifft einen der Verlauf dann doch schon irgendwie. Leute, die lieber alles Friede, Freude, Eierkuchen haben möchten, sollten schon allein bei dem Setting die Finger von der Visual Novel lassen.
Da es sich bei planetarian um eine Kinetic Novel handelt, ist diese komplett gradlinig. Es gibt keine Entscheidungsmöglichkeiten und technisch gesehen bekommt man die Geschichte einfach nur mit ein paar Hintergrund- und Charakterbildern erzählt. Da es aber eh nur zwei Charaktere gibt und man die Geschichte nicht in mehrere Routen aufteilen muss, ist dies nicht weiter störend.

Illustrationen:

Die Visual Novel ist mit 2004 nun schon etwas älter und dementsprechend sind die Illustrationen nun auch schon ein bisschen betagter. Trotzdem ist Yumemi sehr ansprechend dargestellt und auch die Hintergrundbilder sind auch für die heutige Zeit in Ordnung. Klar muss man da wegen dem Alter ein paar Abstriche machen, dies mindert aber keineswegs die Qualität der Novel.
Was allerdings etwas störend ist, ist die Farbwahl der Schriftfarbe. Weiß auf schwarz ist den Großteil der Novel kein Problem. Irgendwann wird allerdings der schwarze Untergrund eine Zeit weggelassen und der Text so auf die Illustrationen gelegt. Hier wird der Text dann an manchen Stellen recht unleserlich und man muss diesen ein bisschen erraten.



Charaktere:


Es gibt nur zwei Charaktere in der Visual Novel, wovon nur Yumemi grafisch dargestellt wird. Yumemi ist eine sehr sympathische Charakterin, auch wenn sie eigentlich ununterbrochen am Reden ist. Ihr Verhalten ist sonst recht angenehm und nachvollziehbar. Da hat sich auf jeden Fall irgendwer Gedanken gemacht und das merkt man auch.
Der Hauptcharakter ist ein bisschen rabiat, was man bei dem Setting durchaus verstehen kann. Letztendlich wird er dann auch ein bisschen lockerer und mir dadurch auch sympathischer. Sehr gut gefällt mir, dass, auch wenn planetarian recht kurz ist, die Charaktere sich trotzdem nachvollziehbar entwickeln.

Sound:


Von den Charakteren ist nur Yumemi mit der originalen japanischen Stimme ausgestattet. Für meinen Geschmack ist ihre Stimme ein bisschen durchdringend, aber man gewöhnt sich daran.
Die Musik von planetarian ist angenehm. Sie passt eigentlich immer zu dem, was sich gerade abspielt, ist aber auch nicht aufdringlich. Es ist aber nun auch nichts, was einem wirklich lange im Kopf hängen bleibt, so wie es bei anderen Visual Novels bei mir der Fall war.




Fazit:


Obwohl ich kein Fan von Drama bin, hat mir planetarian doch recht gut gefallen. Die Geschichte ist kurz und bündig, prägt sich einem aber dennoch gut ein. In der Kürze liegt die Würze und das macht es auch recht angenehm, die Novel zu lesen. Soweit ich es beurteilen kann ist das englisch der Übersetzung in Ordnung und recht flüssig, ich sehe da keinen Grund zur Beschwerde. Es gab hier und da ein paar kleine Tippfehler, diese wurden allerdings in der Zeit vor dem Release schon behoben. Eigentlich kam fast täglich ein kleines Update für die Novel auf Steam.
Mir hat planetarian ~the reverie of a little planet~ auf jeden Fall gefallen, und für Fans einer guten Dramageschichte ist die Visual Novel auf jeden Fall empfehlenswert.