In einer Welt wo ein Virus namens Medusa tobt und die Menschen die damit infiziert werden ein langsamen und qualvollen Tod erleben, bis sie schließlich zu Stein werden lebt Kasumi mit ihrer Schwester Shizuku. Beide leiden unter dem Virus, jedoch wird Kasumi eine von 160 glücklichen Patienten die mithilfe von Kryokonservierung in Tiefschlaf versetzten werden um diese Dystopie zu überleben und in der Zukunft auf ein Heilmittel zu hoffen. Ihr Erwachen haben sie sich jedoch anders vorgestellt und Kasumi muss in einer unbekannten, zerstörten Welt voller Monster nicht nur Überleben, sondern ist auch auf der Suche nach Antworten und vor allem nach ihrer Schwester, Shizuku..

Schon vom Plot kann man erahnen was ein nur annähernd erwartet. Die große Stärke des Mangas ist das man als Leser, ebenso wie die Charaktere, nichts über die Welt weiß und es gilt die Geheimnisse in Erfahrung zu bringen. Yuuji Iwahara versteht es blendend Spannung in eine düstere Atmosphäre einzubauen. Neben dem Überleben müssen die Charaktere auch herausfinden, was in der Welt vor sich geht, was sie veranlasst, nach Hinweisen zu suchen und machen hierbei wichtige Entdeckungen, von denen die meisten sehr überraschende und interessante Wendungen haben, die es den Leser sowohl die Charaktere erlaubt sich der Welt zu öffnen, sei es auf einer subtilen oder explosiven Art.

An den Zeichenstil habe ich nichts auszusetzen, es kommt ein grandioses Post-Apokalypse Gefühl beim Lesen auf und die Details sind wunderbar in die Umgebung eingearbeitet worden. Auch muss ich das Charakterdesign loben, denn es ist nicht nur ansehnlich geworden, es verleiht der gesamten Atmosphäre noch mehr Tiefe. Tiefe besitzen die Charaktere jedoch nicht. Während sie alle ein Ziel anstreben und die Handlung sich sehr gut entwickelt und der Plot sich ausbaut, passiert bei den meisten Charakteren kaum bis nichts. Kasumi ist introvertiert und wünscht sich immer wieder sie könnte etwas offener sein, wie ihre Schwester. Hierbei empfindet sie tiefe Schuldgefühle, da sie für das Experiment ausgesucht wurde, anstelle ihrer Schwester, und dieses plagt sie so sehr, dass sie droht den Verstand zu verlieren. Hierbei empfinde ich das die gemeinsame Zeit der Schwester zu oft als Rückblende verwendet wurde. Die restlichen Charaktere sind grob in Ordnung, fallen aber nicht unbedingt weiter positiv bzw. überhaupt auf.

Fazit:
"König der Dornen" hat ohne Zweifel ein tollen Plot, starke Atmosphäre und eine sehr gelungene Inszenierung, scheitert jedoch an Charaktertiefe. Wer jedoch auf der Suche nach guten Drama/Horror Manga mit guten Plot und Atmosphäre ist, welcher auch nicht zu lang ist und kein großen Wert auf Charakterentwicklung legt kann mit diesen Manga nicht allzu viel falsch machen. Der Film wird dem Manga mit seiner Tiefe und spannenden Plot nicht gerecht.. Fans des Films rate ich dringend zum Manga.