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Thema: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

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  1. #1
    Perverses Alien Avatar von TakumiUsui
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    Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Was denkt ihr über den Lifestyle eines Hikkomiros?

    Um es kurz zu beschreiben, wie ein Lifestyle eines Hikkomiros aussieht:

    Wie mein Titel schon sagt, leben diese Menschen aus vier Wänden.
    Sie gehen selten raus und treffen sich nur mit ihre Familie und sonst keinem.
    Sie ziehen sich so an, dass man sie nicht erkannt auf der Straße und sie versuchen kein Aufmerksamkeit zu bekommen von anderen.
    Essen wird übers Internet und allen anderen auch bestellt. Kein Fuß wird vorm Haus gefasst.


    In Deutschland sind Hikkomiros bis jetzt noch nicht mir bekannt und euch? Ich kenne nur "Stubenhocker" aber die gehen ja noch arbeiten und trauen sich schon raus aber sonst nicht.

    Die Altersgruppe entspricht 28 bis 34 Jahren alt von den meisten Hikkomiros.


    Was ich über sie denke, sie machen sich viel zu viele Gedanken über sich selbst und der Gesellschaft, einfach sein Leben zu leben aber die meisten haben leider was wahrscheinlich nicht so schönes in ihrer Vergangenheit erlebt und dann kann ich es auch teilweise nachvollziehen aber dennnoch lassen sie ihr Leben einfach vorbei ziehen.

    Quelle: japanic.de
    Geändert von TakumiUsui (10. February 2015 um 23:15 Uhr)

  2. #2
    Momoiro no Hime 桃色の姫 Avatar von Sherry
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    AW: Hikkomiro – Ein Leben aus vier Wänden

    Hmmh, hab mir grad mal ein bisschen was im Internet dazu durchgelesen.
    Man könnte ja schon fast sagen - die Japaner mal wieder... (edit nach einiger Zeit des Verfassens: JA! Größtenteils, oder fast ausschließlich, findet man Hikikomori in Japan.)
    Schon traurig wie das Leben eines sogenannten "Hikikomori" aussieht.

    "Er hatte studiert, hatte Freunde, eine Zukunft. Dann fiel er durchs Raster – und schloss sich in seinem Zimmer ein [...]
    Vor eineinhalb Jahren kam der Tag, an dem es seine Mutter einfach nicht mehr ertrug. "Zwei Männer rissen meine Zimmertür auf, griffen mich unter den Armen und trugen mich nach draußen"[...]
    Seitdem wohnt er in einem kleinen, kahlen Raum am Rande Tokios."


    So, zum ersten.
    Warum zur Hölle gibt er das alles auf? Wenn er jetzt wirklich Probleme hätte...aber davon steht nicht ein Wort.

    Seit ungefähr neun Jahren trifft Shimada ungern auf Menschen, meidet Unterhaltungen, scheut Körperkontakt. - Einfach so? Sorry, aber das kann ich einfach nicht nachvollziehen.
    Meist ist es ein nichtiger Anlass, der die Menschen zum totalen Rückzug - und damit subjektiv in Sicherheit - bringt

    Zum zweiten.
    Warum hat seine Mutter so reagiert? Hilft man dann nicht normalerweile seinem Kind? Für mich ist das eine absolute Schweinerei, aber im Westen sieht man das wohl auch ein wenig anders.

    Bei uns wird das ganze übrigens mit "Sozialphobie" betitelt. Habe aber keinen Extremfall gefunden, der so agiert wie die Beispiele die sich in Japan abspielen. (Wie Akito auch schon erwähnte, die meisten gehen trotzdem arbeiten oder zur Schule)
    Ich muss ehrlich sagen, ich habe in unseren Kreisen direkt WoW Spielende Jugendliche im Kopf (Klischee, ja, tut mir leid, wollte jetzt das extemste nennen).
    Solche die lieber in eine andere Welt fliehen, vielleicht wegen Mobbing, Probleme in der Familie etc.
    Solchen Leuten gehört auf jeden Fall geholfen. Ob es sich nun um Hikikomori oder Sozialphobie handelt.
    Einsamkeit ist grässlich.

    Quellen: Tagesspiegel.de , derstandart.at, goethe.de


    "No matter how dark the night,
    morning always comes..." ~ Lulu, FF X

  3. 1 Benutzer sagt Danke:

    TakumiUsui (11. February 2015)

  4. #3
    Perverses Alien Avatar von TakumiUsui
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    AW: Hikkomiro – Ein Leben aus vier Wänden

    Danke fürs recherchieren.
    Du hast alles schon erwähnt zum Thema. Ich hoffe das Thema wird jetzt nicht einfach ignoiert.

    Was ich noch gerne erwähnen möchte, ist das ein Otaku sich von einen Hikkomiro unterscheiden.

    Ein Otaku ist gerne zu Hause und wird nicht gezwungen da zu bleiben und es geht ihm gut, er hat Freude dabei bei seiner Tätigkeit.
    Dagegen wird ein Hikkomiro von sich selbst und der Gesellschaft gezwungen zu Hause zu bleiben.
    Es ist kein Hobby, ein richtiges Lifestyle sonder einfach ein Leben in vier Wänden ohne Kontakt mit der Außenwelt.
    Geändert von TakumiUsui (13. February 2015 um 12:58 Uhr)

  5. #4
    Kleiner Experte Avatar von Sevion
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    AW: Hikkomiro – Ein Leben aus vier Wänden

    "Hikkomiro's" gibts auch in Deutschland, selbst schon gesehen. Das waren bisher aber immer Einzelschicksale und Zahlen kann ich dazu auch nicht nennen...

    Ich denke, dass die in Japan etwas häufiger "auffallen", weil dort die allgemeine Bevölkerungsdichte höher ist als bei uns und wir Deutschen, zumindest ab den o.g. Altersbereich, eher zurückhaltend und schweigsam sind.

    Das ist vielleicht vergleichbar mit dem durchschnittlichen, typischen Weihnachtsfest. Gefühlt "jeder" feiert es, deshalb nimmt "jeder" an, dass auch "jeder" andere es feiert, einfach weil es so üblich ist, dass "jeder" Weihnachten feiert. Jene, die das "Fest der Liebe" nicht feiern, egal aus welchem Grund, werden in den Köpfen der meisten anscheinend in dieser Zeit im Kopf einfach "ausgeblendet".

    Und "ausgeblendet" werden offenbar auch die deutschen "Hikkomiro's".
    Das ändert leider nichts ihrer Existenz.

  6. #5
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Also Leute die nie rausgehen habe ich draußen auch noch nie gesehen.

    Aber das passt zu mir schon fast. Ich werde ständig zu irgendwelchen Gruppentreffen, Bars oder öffentlichen Partys eingeladen oder nachgefragt und im Normalfall gehe ich nicht gerne weiter als bis zum Penny, der nur 100m entfernd ist. Wenn ich Internet habe wird man mich warscheinlich garnicht mehr weiter als bis zum Penny laufen sehen.

    Hier in meiner Stadt läuft ja auch nicht viel. Die Partys sind langweilig, die Leute haben keinen Stil, kein Interesse an der Welt oder neuen Freunden, statt dessen bejammern sie ihr eigenes Leben, opfern ständig umher und schieben die Schuld auf andere. Alle anderen, die nicht so sind, nunja, die sind dann meistens mit mir befreundet und werden von mir besucht oder besuchen mich.

    Ich mag auch keine Familienveranstaltungen und so weiter.

    Wenn ich draußen bin fühle ich mich regelmäßig verarscht, entweder weil hier nie ein Auto durchfährt, außer natürlich genau dann wenn man über die Straße will und das in 90% aller Fälle oder weil die Leute zu doof sind seitlich zu gehen und daher immer wieder einen vierspurigen Fußgängerweg breitärschig alleine blockieren und am besten noch alle 10m stehen bleiben oder langsamer werden, ständig wird man angestarrt als wäre man der einzige, andere, der die Apokalypse überlebt hat, nur weil man 2 Köpfe größer ist als der Durchschnitt und oft kleide ich mich unaufällig mit schwaren Hoodie und Jeans oder ich trage seriöse Klamotten die mich 20 Jahre älter wirken lassen was auch dabei hilft nicht das 8. Weltwunder zu werden.

    Wenn ich gute Laune habe oder mal weg komme trage ich am liebsten meinen eigenen Stil mit vielen Accesories und so weiter.

    Jedenfalls kann ich es vielen nicht verübeln, in den eigenen 4 Wänden zu bleiben aber bei mir liegt es ja auch daran dass meine Stadt der Treffpunkt der Behinderten, Arbeitslosen und Suchtis ist. (Ja, wir haben um die 10 Behindertenwerkstätte und 10 Callcenter als meistbietende Arbeitsplätze im Angebot)

  7. #6
    Kleiner Experte Avatar von Sevion
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Zitat Zitat von MrShimizuTaiki Beitrag anzeigen
    was auch dabei hilft nicht das 8. Weltwunder zu werden.
    Wieso 8. Weltwunder? Es gibt doch bisher nur ein einziges "echtes" Weltwunder und das ist das "Internet". Alles andere sind allenfalls regionale Weltwunder...

    Was mich aber noch viel mehr irritiert: Wohnen wir in der selben Stadt oder passt deine Beschreibung nur ebenfalls auf meine?

  8. #7
    Team Equi ♥ Avatar von Lunacy
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Zitat Zitat von MrShimizuTaiki Beitrag anzeigen
    Alle anderen, die nicht so sind, nunja, die sind dann meistens mit mir befreundet und werden von mir besucht oder besuchen mich.
    Ich denke nicht, dass das ganz dem Sinne hinter dem Wort "Hikikomori" entspricht. Schließlich hast du noch die Motivation dazu, etwas mit Freunden zu unternehmen. Bei dir ist tatsächlich der Ort das Problem, nicht du selbst. Ich kann aber ganz gut nachvollziehen, was du meinst. Wenn einem das, was vor der Haustür ist, selbst nicht gefällt, oder eben einfach nichts vorhanden ist, was Spaß bringen könnte, verliert man schnell die Lust daran, überhaupt einen Fuß in solche Einbahnstraßen zu setzen.


    Den Lebensstil eines "Hikikomori" finde ich persönlich auch sehr bedenklich. Jedoch kann ich wiederum behaupten, dass ich diese Lustlosigkeit gegenüber sozialen Kontakten, selbst gelegentlich verspüre. Zwar in einer völlig anderen Form und aus dem eigentlichen Grund, dass ich eher abgelenkt, als abgeneigt bin, aber doch mit ähnlichen Auswirkungen. Dies tritt vor allem auf, wenn ich längere Zeit bei meiner Familie verbringe. Ich konzentriere mich dann quasi nur noch auf Personen, die mir in dem Moment nahe sind und nicht auf die, die Kilometer weit weg, auf der anderen Seite eines Smartphones sitzen. So kommt es zum Beispiel vor, dass ich selbst guten Freunden über mehrere Tage, im krassesten Fall sogar Wochen, nicht antworte.

    Das komische an der ganzen Sache ist allerdings, dass ich, obwohl ich ein sehr schlechtes Gewissen habe, ihnen nicht zu antworten, nicht die geringste Lust verspüre, dies nachzuholen. Im Gegenteil, je mehr Zeit vergeht, desto weniger Anreiz habe ich, mich zurück zu melden. Ich vermeide es dann auch immer mehr auf mein Handy zu gucken, oder mich in sozialen Netzwerken blicken zu lassen, zumal sich dann dort ein immer größerer Haufen an Nachrichten ansammelt. Die "Arbeit", allen zu antworten, wird dadurch natürlich immer größer und folglich meine Motivation immer kleiner. Ich sondere mich im Grunde von der sozialen Außenwelt ab, um in einer kleineren, gemütlicheren Umgebung voll und ganz da zu sein.
    Das einzige wozu ich mich gerade noch durchringen kann, ist es, die Emails für meine Arbeit zu beantworten. Dies aber nur aus dem Zwang heraus, dass ich sonst kein Geld mehr bekäme und auch dann, sehr verzögert.

    Woran es liegt, dass ich mir diese Last über einen großen Zeitraum hinweg aufbürde, weiß ich nicht genau. Ich erwische mich oft dabei, wie ich mir selbst diese Frage stelle. Es ist wahrscheinlich wie eine Art Teufelskreis: Ich habe keine Lust sofort zu antworten, vergesse es nachzuholen, erinnere mich Tage später wieder daran, habe umso weniger Lust mir irgendeine dumme Ausrede zu überlegen, warum ich nicht gleich geantwortet habe und verdränge es dann letzten Endes wieder.

    Ich kann mir vorstellen, dass ein "Hikikomori" in etwa den selben Wandel durchmacht, nur etwas abrupter und drastischer. Solche Menschen brechen eben vom einen auf den anderen Tag alle Kontakte ab, sei es Arbeit, Freunde, oder Familie. Mir wäre so ein Leben dann aber doch zu langweilig, weshalb ich mich irgendwann wieder überwinden kann, von den "Toten" aufzuerstehen.

    Mich würde mal interessieren, ob ich die einzige mit einer solchen Macke bin, oder ob ihr sowas auch schon mal erlebt habt?
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  9. #8
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Naja, es gibt doch Leute die sich auf die Apokalypse vorbereiten um sich dann ausleben zu können. Würde ich warscheinlich auch machen.
    Nom Nom Nom lecker Menschen.

    Ich sehe mich auch nicht als Hikikomori, aber ich kann diese Menschen durchaus verstehen.
    Lieber keine Orientierung haben und dazu stehen, als krankhaft nach einer zu suchen weil man keine hat oder sich irgendwelchen Randgruppen anschließen wie zum Beispiel Neonazis, Verschwörern, Politikextremisten, Spießern, Öko-Faschisten, Pseudo-Rappergangstern oder sonst was.
    Und ich glaube dass 80% der Mods und Admins hier Hikis sind. :D

    @ Sevion: Kennst du denn die 7 Weltwunder nicht? Schau mal bei Google. Ich werde ständig angestarrt als wäre ich das achte. D:
    Wenn wir wirklich in der selben Stadt leben möchte ich mein tiefes Mitgefühl aussprechen. Ich könnte aber nicht ausschließen ob du nicht vielleicht auch zu diesen Menschen gehörst die ich hier so sehr verachte.

  10. #9
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Zitat Zitat von MrShimizuTaiki Beitrag anzeigen
    Ich sehe mich auch nicht als Hikikomori, aber ich kann diese Menschen durchaus verstehen. Lieber keine Orientierung haben und dazu stehen, als krankhaft nach einer zu suchen [...].
    Also ich würde von mir nicht behaupten, dass ich die Gründe nachvollziehen kann, warum ein Mensch solch einen schwer rückgängig zu machenden Schritt geht. Daher kann ich es auch nicht für gut befinden, dass man sich selbst aufgibt, denn das ist es, was diese Person tut. Sie wirft Erinnerungen, Möglichkeiten, Zukunft und im Grunde ihr gesamtes Leben weg, um Ruhe zu haben. Sie möchte keinen Verpflichtungen mehr nachkommen, oder Verantwortung tragen, weder für sich selbst, noch für andere.
    Ich kann lediglich erahnen, welche Wandlung ein solcher Mensch durchmacht.

    Zitat Zitat von MrShimizuTaiki Beitrag anzeigen
    [...] Ich könnte aber nicht ausschließen ob du nicht vielleicht auch zu diesen Menschen gehörst die ich hier so sehr verachte.
    Nun wird's ein bisschen off Topic, aber ich muss das jetzt mal loswerden.
    Können wir bitte alle damit aufhören, Menschen, die anders als wir sind, als verachtenswert zu betrachten?! So ein Verhalten stellt euch auf keine höhere Stufe, als eben diese Menschen. Im Gegenteil, ihr werdet zu den Personen, die ihr "so sehr" verachtet, denn ihr urteilt über jeden, der euch "blöd" anguckt. Und jetzt bitte kein rumgeheule, dass ihr euch mit solchen Aussagen ja gar nicht als etwas Besseres seht, welchen Grund hätten solche Behauptungen denn sonst?
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  11. #10
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Hmm. Einer meiner Nachbarn könnte so jemand sein.

    Er verhält sich zumindest ziemlich komisch. Das zu beschreiben ist allerdings auch schwer.

    Es ist allerdings eine Tatsache, das er täglich mindestens ein päckchen bekommt.Was da drin ist, weis ich nicht. Will ich auch gar nicht.
    Er lässt niemanden in seine Wohnung. Egal wer es ist.
    Und wenn man ihn mal parken sieht, bleibt er so lange im Auto bis keiner mehr da ist. Wenn man sich dann eine weile mit jemanden unterhält, reist er die Tür auf, stürmt an einem Vorbei und flüstert ganz leise Hallo.

    Ich weis nicht ob er so ein Hikikomori ist. Dafür ist er dann wohl zu alt, aber es stimmt auf jeden Fall irgend etwas nicht.
    Das hat mich bisher allerdings auch nicht gestört.
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  12. #11
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    @ Lunacy: 1. Dass der Mensch ein Herdentier ist, ist ja bekannt, aber man kann sich ja auch sinnvoll an der Gesellschaft beteiligen ohne sich mit ihnen abzugeben. Es gibt ja auch Menschen die es total übertreiben mit den Herdenleben, ich sage nur diese Spinner die auf der Arbeit "Immer einen guten Ratschlag" haben, nach dem niemand gefragt hat und wenn man diesen "Guten Ratschlag" Einmal nicht befolgt oder eine andere Methode nimmt, dann sind diese Leute maßlos rumheulen und rumopfern wie blöd doch alle sind die ihre Ratschläge ablehnen. Oder diese Spinner die einen als Wehrdienstverweigerer beschimpfen oder als Unkollegial, weil man nicht immer nach ihrer Pfeife tanzt. Und glaubt mir, ihr wollt nicht dass ich mit einen Gewehr hinter euch stehen würde. Das Militär überlasse ich denen, die gerne in Gruppen arbeiten, körperlich gesund sind und ihren Charakter formen wollen. Da denke ich dass ein einsamer Mensch, der mit Daten arbeitet oder vielleicht Handel im Internet betreibt oder Dokumente verfasst ein weitaus besserer Mensch ist.

    2. Du lebst in Hamburg, einer sehr schönen Stadt voller Alternativen und jeder Menge Menschen mit denen man sich anfreunden kann. Aber ich lebe an einen Ort wo es kaum Arbeit gibt und bis vor diesen Jahr die Leute hier im Durchschnitt 6,50€ pro Stunde verdient haben so dass fast jeder noch Wohngeld nebenbei beantragen musste. Die Leute hier ziehen alle eine Fresse das ist ohne Gleichen und die einzigen Leute die hier Familien aufbauen und in der Stadt bleiben sind entweder Erbkinder von Unternehmen die noch ein bisschen was bringen oder Klischee-Hartzer. Alle anderen verlassen diese Stadt spätestens mit 25 Jahren. Und früher war ich auch mit Behinderten befreundet, was bei den 10 Behindertenwerkstädten in unserer Stadt auch nicht unnormal ist. Aber alle wurden irgendwann lästig. Entweder weil sie nie aufhören rumzuopfern und immer ihren Behinderungen für alles die Schuld geben, selbst wenn es darum geht dass sie Gerüchte verbreiten oder Lügenmärchen rumerzählen und manche von ihnen sind einfach nur strohdoof und beleidigt wenn sie mal was nicht verstehen und ich bin nicht Jesus, es ist nicht meine Aufgabe immer Nett zu sein und für jede Hinterhältigkeit Verständnis zu haben. Ich kenne aus meiner Stadt etwa 50% der Leute meines Alters, zumindest vom sehen her und ich habe keine Lust auf Jeremie-Pascals, Kleinstadtschnacker (Die mit den Lügenmärchen), Spießerkinder die alle davon reden dass sie was besseres sind weil sie keinen Humor haben oder Behinderte mit denen ich alleine aus Mitleid befreundet sein müsste, weil es nicht viel gibt was mich mit denen verbindet. Mag tragisch und böse klingen, aber so ist das nunmal. Sich mal mit denen unterhalten oder mal helfen wenn sie einen was fragen ist eine Sache, aber kein Fundament für eine ewige Freundschaft.

  13. #12
    Kleiner Experte Avatar von Sevion
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Zitat Zitat von MrShimizuTaiki Beitrag anzeigen
    @ Sevion: Kennst du denn die 7 Weltwunder nicht? Schau mal bei Google.
    Doch, die hat wohl jeder im Geschichtsunterricht kennengelernt. Aber nur weil jemand sagt, dass eine große Statue, ein Haufen Stein oder ein kreativ gebauter Garten ein "Weltwunder" wäre, macht es sie noch lange zu keinem. "Echte" Weltwunder umfassen die Welt. Der Eifelturm ist ja auch nur ein "regionales Wunder", und dazu noch moderner.

    Zitat Zitat von MrShimizuTaiki Beitrag anzeigen
    Ich könnte aber nicht ausschließen ob du nicht vielleicht auch zu diesen Menschen gehörst die ich hier so sehr verachte.
    Könnte dann aber auf Gegenseitigkeit beruhen. Könnte.

  14. #13
    Freigeschalteter Otaku Avatar von JustFabi
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Ich bin zwar einer von diesen "Stubenhockern" , aber gar nichts zu unternehmen wäre mir viel zu langweilig. Eigentlich bin ich ziemlich faul obwohl ich gerne Sport mache, aber die Motivation zu finden ist nicht leicht. Trotz allem sind mir meine Freunde zu wichtig, als das ich als Hikkomiro leben könnte. Ich will jetzt zwar nichts gegen Personen sagen die sich jetzt angesprochen fühlen, aber ich mag es gar nicht, wenn Leute ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen. Ich bin mir sicher, dass sich kein Mensch in seinen eigenen 4 Mauern "einsperren" muss um sich nicht selbst zu schämen.

  15. #14
    Team Equi ♥ Avatar von Lunacy
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

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    1.
    Ich weiß echt beim besten Willen nicht, worauf du mit diesen zufällig gewählten Beispielen hinaus willst. Zumal ich vor allem das erste nicht nachvollziehen kann. Ist mir noch nie passiert. Wenn du eine richtige Diskussion führen willst, solltest du beim nächsten Mal vielleicht nicht irgendwelche willkürlich gewählten "Argumente" anführen, die so gut wie nichts aussagen. Jemand ist fies zu dir? Ja, gute Idee dich hier im Internet darüber zu beschweren, oder wie du so gerne sagst "rumzuopfern".


    2.
    Zitat Zitat von MrShimizuTaiki Beitrag anzeigen
    Ich kenne aus meiner Stadt etwa 50% der Leute meines Alters, zumindest vom sehen her und ich habe keine Lust auf Jeremie-Pascals, Kleinstadtschnacker (Die mit den Lügenmärchen), Spießerkinder die alle davon reden dass sie was besseres sind weil sie keinen Humor haben oder Behinderte mit denen ich alleine aus Mitleid befreundet sein müsste, weil es nicht viel gibt was mich mit denen verbindet.
    Ja stimmt, ich wohne seit zwei Jahren in Hamburg, die meiste Zeit meines Lebens habe ich aber in einer Kleinstadt verbracht. Ich kenne durchaus die nachbarschaftliche Gerüchteküche, die immer am brodeln ist, die kleinkarierten Spießer und die, mit den Hosen in den Kniekehlen hängenden, Proleten. Aber das ist eben deren Art, genauso wie es deine ist, als zurückgezogener Außenseiter zu leben. Sie erkennen nicht, dass Andere diese Eigenschaften als abstoßend erachten.

    Du kennst also 50% der Leute vom sehen her, ja, das rechtfertigt natürlich dein Urteil über sie. Im Gegenzug sind sie allerdings verachtenswert, wenn sie dich wegen deiner Größe schräg angucken. Verstehe.


    3.
    Zitat Zitat von MrShimizuTaiki Beitrag anzeigen
    Und früher war ich auch mit Behinderten befreundet, was bei den 10 Behindertenwerkstädten in unserer Stadt auch nicht unnormal ist. Aber alle wurden irgendwann lästig. Entweder weil sie nie aufhören rumzuopfern und immer ihren Behinderungen für alles die Schuld geben, selbst wenn es darum geht dass sie Gerüchte verbreiten oder Lügenmärchen rumerzählen und manche von ihnen sind einfach nur strohdoof und beleidigt wenn sie mal was nicht verstehen. [...] Mag tragisch und böse klingen, aber so ist das nunmal. Sich mal mit denen unterhalten oder mal helfen wenn sie einen was fragen ist eine Sache, aber kein Fundament für eine ewige Freundschaft.
    Und zu guter letzt ziehst du auch noch über Behinderte her?
    Ich kann verstehen, wenn man mit Behinderten nichts anfangen kann und wie du richtig sagtest, man muss sich ja nicht gleich mit ihnen anfreunden. Aber sich darüber beschweren, dass diese Personen besondere Aufmerksamkeit benötigen, schlägt dem Fass den Boden aus.
    Du armer Mensch musstest dich mit Behinderten abgeben? Ich befürchte fast, deren "Dummheit" hat auf dich abgefärbt. Deine vorherigen Leidensgeschichten konnte ich ja gerade noch so akzeptieren, aber als jemand, der selbst solch einen Fall in der Familie hat, werde ich sicher keine Toleranz für derartige Aussagen zeigen.

    Ja, solche Menschen sind langsamer, vergesslicher und können nicht richtig mit Gefühlen umgehen, oder diese interpretieren. Mir macht es auch keinen großen Spaß, vor jedem Kartenspiel zum hundertsten mal die Spielregeln zu erklären, oder jeden Tag irgendwelche "verlorenen" Gegenstände zu suchen, nur um sie an den unmöglichsten Orten wiederzufinden. Es ist auch nicht schön, wenn man grundlos angeschrien wird, nur weil derjenige seine Gefühle nicht unter Kontrolle hat. Aber niemals würde ich behaupten, dass dieser Behinderte, ein minderwertiger Mensch ist, oder ihn für sein Handeln zur Verantwortung ziehen. Solche Leute verstehen ihr Handeln oft selbst nicht und realisieren erst im Nachhinein, was sie eigentlich gerade getan haben. Ihnen ist jedoch sehr wohl bewusst, dass sie "strohdoof" sind und haben deshalb auch jedes Recht, sich über den Grund dieses Umstands zu beschweren!
    "...weil sie nie aufhören rumzuopfern und immer ihren Behinderungen für alles die Schuld geben", was zur Hölle machst du denn gerade?! Du gibst allen anderen, die nun wirklich nichts für deine Situation können, die Schuld dafür! Anstatt, deine Lage zu ändern, lässt du dich lieber über Jugendliche, Hartz IV-Empfänger und Behinderte aus. Herzlichen Glückwunsch, das ist wirklich der traurigste Beitrag, den ich hier je verfasst habe.
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  16. 2 Benutzer sagen Danke:

    Lilium (24. February 2015),TakumiUsui (23. February 2015)

  17. #15
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Lunacy: Wenn du meinst ein Bild über mich und meine Umgebung machen zu können aufgrund DEINER Vorurteile, dann kann ich dir nicht weiterhelfen. Du hast keine Ahnung was hier abgeht. Du müsstest mal herkommen und dir selbst ein Bild davon machen. Denn ich bin nicht der einzige der hier so denkt und ich habe auch schon einige Zeit mit Behinderten gearbeitet und war mit einigen befreundet aber irgendwann ist die Toleranz und das Verständnis am Ende. Aber Gutmenschen, die das alles aus 10000000000km Entfernung beobachten können oder mit den Argument kommen dass sie EINEN Behinderten in ihren Freundeskreis oder in der Familie haben, können natürlich leicht reden. Doch wenn man von ihnen permanent umgeben ist, nerven sie irgendwann.

    Einer meiner Freunde hier, der sehr gesellig ist, hat es in 4 Jahren kaum geschafft Freundschaften zu schließen obwohl er extrem freundlich ist, viel umherläuft und gesprächig ist. Der kann sich seine Freunde hier trotzdem an einer Hand abzählen.

    Das sagt schon eine Menge über diese Stadt und deren Qualitäten. Hier gibt es total viele Pseudo-Gangster und Maulhelden die einen anpampen wenn man sie nur was fragt, damit sie sich auch mal stark fühlen dürfen. Alle die nett zu einen sind wollen einen entweder was abschnorren oder was verkaufen und wenn man ablehnt werden sie pampig.

    Das ganze wird hier aber ein wenig off topic und ich weiß echt nicht was dieser Kindergarten soll dass du 3 Seiten darüber verfasst einfach nur um mich zu dizzen. Hab ich einen Nerv getroffen oder hast du einfach nur nicht viel zu tun gerade? Oder musst du deinen Frust anderen gegenüber an jemanden im Internet auslassen den du wenig genug kennst um dir mit Wunschdenken ein Feindbild in mir zu schaffen?

    Sevion: Wollen wir uns eine Packung Eis teilen? :3
    *geb*

  18. 1 Benutzer sagt Danke:

    TakumiUsui (8. March 2015)

  19. #16
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Erstmal muss ich erwähnen das es recht amüsant war Shimis und Lunacy's kleine Auseinandersetzung zu lesen.

    Zum Thema: Nun was ich vok Hikikomori's halte ist ganz einfach. Da Sie nichts repräsentieren bin ich ihnen gegenüber neutral. Lieber habe ich solche "Geister/Phantome" um mich als irgendwelche Prolls oder Leute die krampfhaft ein Teil der Gesellschaft sein wollen in dem sie sich verstellen oder sonst was. Die Hikis fallen nicht auf und dürften mich stören, alles gut soweit. Die Gründe warum Sie das machen wären zwar interessant aber nicht wichtig, evtl. Gehe sie nur Nachts raus, wenn überhaupt. Immerhin haben sie etwas eigenes und sind nicht gleich wie der 0815-Mensch. Das stört viel mehr, alleine diese heuchlerische Moral der Leute, naja Off-Topic und müde bin ich jetzt auch.
    Nothing can be explained on the precipice of defeat...

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  20. #17
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    AW: Hikikomori – Ein Leben aus vier Wänden

    Das ist wirklich ein interessantes und schweres Thema.
    Ich hab ein bisschen darüber gelesen und muss sagen, dass es mich nicht wundert dass es eine solche Krankheit bzw. Phänomen in Japan gibt.

    Der Druck der Gesellschaft dort, kann einen Menschen sehr oder gar extrem zusetzen.
    Es ist faszinierend wie überhaupt die meisten Menschen damit umgehen können.

    Ein Hikikomori ziehen sich ja nach und nach von allem und jeden zurück. Egal ob es die Arbeit oder soziale Kontakte sind. Klar, jeder braucht mal eine Auszeit von allen. Keine Frage! Aber sich ganz und gar von allem und jeden zurück zu ziehen ist keine Lösung.
    Es ist traurig zu hören, dass es so etwas gibt.

    Aber immerhin gibt es eine Möglichkeit die dort Praktiziert wird um ihnen zu helfen, den Weg in die Gesellschaft zurück zu finden die ich gut finde.
    Durch eine Loslösung des gewohnten Umfelds und mit Hilfe von Integration in einer Wohngemeinschaft. Dort leben andere Hikikomori, die den neuen so zu sagen helfen sollen, sich wieder in die Gesellschaft nach und nach einzufügen und eigenständig zu leben.

    Ich werde auf jeden Fall nochmal mich etwas in dieses Thema einlesen.
    Wünsch euch was.

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