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Thema: Religion - Kirche und Religion verschieden?

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  1. #1
    Der Winter naht. Avatar von Sirvamp
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    Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Ich denke es gibt enorme Unterschiede zwischen Religion und der Kirche, aber wie seht ihr es denn?

    Ich habe anfangs geglaubt, dass durch die Bibel und die 10 Gebote die moralischen Grundsätze erst entstanden sind, doch mittlerweile wurden bereits erwiesen dass wir Menschen aller Kulturen und sogar Affen, bereits in frühen Jahren z.B eine Tötungshemmung und ein Gefühl für Fairness besitzen. Ich gehe sogar soweit und behaupte dass das moralische Denken, ein Teil dazu beigetragen hat, dass Religion überhaupt erst entstanden ist. Durch die Religion werden diese Grundsätze lediglich eingeprägt so dass sie auch wirklich jeder kennt, die einen nennen es moralische Grundsätze, die anderen 10 Gebote.

    In einer Notsituation, wenn es um Leben und Tod geht glaubt jeder (egal ob Atheist, Muslime, Christ etc.) an etwas übernatürliches was uns retten wird. Denn wir können uns in unserem Ego einfach nicht vorstellen, dass wir bloß etwas ganz normales sind, einfache weiterentwickelte Affen. Nein, wir sollen etwas besonderes sein und dies ist wieder einer der Gründe warum es den Glauben gibt.

    Und die Kirche ist meiner Meinung nach nichts anderes als eine Organisation, die dies ausnutzt, den Glauben dass wir etwas besseres sein sollen, dass wir von etwas übernatürlichem geschaffen wurden. Sie verdienen am Leid der anderen, an der Suche nach Hoffnung. Früher fing es schon an mit riesigen Gebäuden, die den allgemeinem Volk zeigen sollten, wie klein sie im Gegensatz zur Kirche und Gott sind. Im Mittelalter ging es dann weiter mit den Ablassbriefen. Sie nutzten die damalige Dummheit des Volkes aus um Profit zu machen.

    Es ist lediglich MEINE Meinung und ich möchte euch diese nicht aufdrängen, bin nur gespannt wie ihr so denkt.

  2. #2
    KEY
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Täuschung, die Religion nicht aber die, die den Glauben davon verbreiten täuschen alles und jeden um wichtig zu werden beispiel Der Vatikan, die Leuten von damals haben die Wahrheit zu sehr mit Lügen verdeckt das man gar nicht mehr weiß ob die wahrheit damal am anfang war oder lüge ist

  3. #3
    Kleiner Experte Avatar von Valious
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Ich bin Kathole und ich glaube nicht mehr an Gott, natürlich habe ich das als Kind. Aber ich fing an alles zu hinterfragen. Die Ereignisse auf der Welt
    sollten zeigen, dass es meiner Meinung nach kein Gott gibt. Denn Gott würde alle Sünder bestrafen laut der Bibel und würde dafür sorgen, dass
    es den Menschen gut geht. Nur schau dir die Welt an, sie fühlt sich mächtig und stark. Doch ist sie es? ,,Nein" denn sie tun vieles aus Frust,Mitleid
    oder Liebe und nicht ,weil es richtig ist.

  4. #4
    Tet
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    Avatar von Tet
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Die Kirche hat in unserer heutigen Gesellschaft einen schwindenden aber noch sehr großen Einfluss und Anteil. Ich sehe da beispielhaft: Caritas, Tafel... Aber auch viele Kindergärten und Altenheime werden von der Kirche geführt. Der Verlust würde also tiefe Einschnitte in der heutigen Gesellschaft bedeuten. Die Abschaffung dieser würde sehr lange dauern und müsste von einer Alternative übernommen werden. Die Religion dagegen ist ein Hoffnungsträger und Leitender Gedanke. Grundlegend basiert Religion darauf, Weißheiten den Mitgliedern dar zu legen, aufgrund welcher diese dann einen Schluss ziehen können. Wie z.B. Ich sollte nicht töten, dann komme ich an einen Ort wo alles toll ist. Oder Diese Person hat getötet und wird dafür bestraft werden.
    Ich denke mein Verständnis von Kirche und Religion ist erkennbar. Und somit sollte auch ersichtlich sein, das ich das beides stark differenziere.
    Zitat Zitat von Imgur
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  5. #5
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Ich lege viel Wert auf die Moral der Bibel. Ich halte zwar nicht an den Glauben fest aber ich versuche ein guter Mensch zu sein der nach diesen netten "Knigge" seine Manieren hält. Von der aktuellen Kirche halte ich nicht viel, das einzig tolle sind jedoch die medizinischen Anlagen wie Krankenhäuser und Psychiathrien, welche von Kirchengemeinden gegründet wurden. Wenn die katholische und evangelische Kirche in Zukunft wieder mehr für Medizin, Obdachlose, Schulen, Kindergärten, Waisenhäuser, Forschund und Wirtschaft tut, dann bin ich gerne bereit sie zu stützen.

    Aber mittlerweile denken alle ja nurnoch "Bibel? Gehts da nicht um ein unsichtbares Supermonster was Welten bastelt? Bullshit!" Die Kirchenleute selbst reden ja mittlerweile genau so, anstatt dass sie sich um soziales Umfeld kümmern, faseln sie lieber über die Existenz von Gott und dass alle die an ihn glauben bessere Menschen sind.
    Sehr viel Wirtschaft wird von den Kirchen geleitet, das wird nur ständig übersehen.

  6. #6
    Freigeschalteter Otaku Avatar von La Fleur
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Ich kann eigentlich nur jedem anraten den "Pfaffenspiegel" zu lesen.
    Die Kirche hat die Originalschrift mehrmals zensieren lassen, diese Textstellen wurden gekennzeichnet - so bekommt man direkt mal einen Eindruck, was in den Augen jener Verantwortlichen Blasphemie war und heute auch immer noch ist.
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  7. #7
    Freigeschalteter Otaku Avatar von Vagabond0606
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Religionen sind der einfachste weg sein schicksal irgendwo rein zu stopfen und danach mit dem finger drauf zu zeigen "der da oben wars" meiner meinung nach wurden religionen oft dazu benutzt menschen zu lenken und ihnen zu sagen "sei brav sonst kommst in die hölle"...

  8. #8
    Freigeschalteter Otaku Avatar von Sasuro
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Also meiner Meinung nach, soll man Kirche und Religion von einander trennen. Ich finde man kann einen Glauben haben, auch ohne zur Kirche zu gehen. Klar schafft die Kirche eine Gemeinschaft, es gibt aber auch vieles, was darauf hindeutet, dass die Kirche korrupt ist. Allein die Tatsache, dass es eine gesetzliche Kirchensteuer gibt, ist ein Witz. Klar, damit wird gesichert, dass die Kirchen finanziert werden, aber dafür eine extra Steuer? Wozu kann man Spenden? Das kommt ja auch noch hinzu. Ich finde es ziemlich fragwürdig.. ein nötiger Schritt wäre Kirche und Staat auch trennen

  9. #9
    Freigeschalteter Otaku Avatar von Sasuro
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Aber ich finde Religion sollte vorhanden sein. Die die es brauchen, werden es benutzen. Für mich ist der Glaube nur eine Art sich Unerklärliches (wie das Leben nach dem Tod) einen Sinn zu geben. Manche brauchen das, manche eben nicht. Was auf jedenfall nicht passieren sollte ist, dass man den anderen versucht den Glauben ein- oder auszureden. Es ist jedem selbst überlassen wie er mit der Sache umgeht ^^

  10. #10
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Kommt darauf an wie man Kirche und Religion definiert. Wenn die Religion das Christentum ist und die Kirche halt das was sie ist, so sind sie sehr verschieden, den die katholische kirche hat nicht mehr viel von dem Christentum übrig

  11. #11
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Ich finde auch, dass Kirche und Religion getrennt ist bzw. sein sollte. Die Kirche ist nur eine Institution die Gläubige zusammen führt und, meiner Meinung nach, teilweise die Machtstellung missbraucht.
    Manche Menschen lassen sich auch zu einfach von der Kirche beeinflussen. Natürlich hängt dies meist auch schon an der Erziehung.
    An sich finde ich Religion eine schöne Sache, denn da können Menschen bei z.B zusammenhalt erfahren, nur die Kirche stört.

  12. #12
    Freigeschalteter Otaku Avatar von MoleratFaenger
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Natürlich sind Religion und Kirche verschiedene Sachen. Religion ist nun mal eine allgemeine Sache vom Christentum, Islam, Buddhismus über Naturgeister, fliegende Spaghettimonster oder dem Jediismus. Kirche ist eine Institution, die es nur in den christlichen Religionen gibt und auch hier gab es diese nicht von Beginn an, sondern sie haben sich als Orte der Gemeinschaft mit der Zeit gegründet. Ähnliches passierte im Judentum nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem, als Alternative bildeteten sich Synagogen, wenngleich auch diese einen anderen Stellenwert haben und von der Gesamtstruktur nicht mit den christlichen Kirchen vergleichbar sind, sondern eher Schulen. Auch im Islam gibt es eigentlich keine Institution Kirche. Die Moscheen sind nichts als Gebetshäuser und kein Ort an dem ein Priester große Predigten hält. Zudem ist eine Organisation wie bei den Krichen über Diözen, Papst etc. nicht gegeben. Bei Naturreligionen u. ä. ist es noch extremer. Von daher ist auch ein Kirchengänger nicht automatisch ein besserer Christ, du wirst auch in der Bibel kein passendes Gebot dazu finden.

  13. #13
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Ich könnte bei diesen ganzen Organisationen echt kotzen. Vorallem die Katholiken mit ihrer Kindererziehung. Meine kleine Cousine hatte letztens ihre erstkommunion. Bei Gesprächen mit ihr und ihren Freunden kam ganz gut zur Geltung, dass sich von denen keiner freiwillig zu der ganzen sache erklärt hat. Letztenendes haben Kinder in dem Alter auch gar keine wahl, weil Sie sich gar keine großen Gedanken um das Thema machen. So werden Sie von er katholischen Kirche erstmal zum "richtigen" Glauben gezwungen.

    Ach ich hör jetzt auf.. ich hasse diese Diskussionen. Rege mich da immer zu sehr auf.

  14. #14
    Freigeschalteter Otaku Avatar von MoleratFaenger
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Was du jetzt unter die "ganzen Organisationen" fasst ist mir nicht ganz klar, alle Kirchen? Zudem kann die Kirche die Kinder schlecht zwingen, da müssen sie schon die Eltern hinschicken . Eine Grunderziehung einiger Moralvorstellungen muss auch nicht immer schlecht sein, gerade bei der heutigen Gesellschaft/Jugend. Dass da natürlich auch der eigene Glaube verbreitet wird ist klar, aber wenn denen da was aufgezwungen werden würde, hätte die katholische Kirche sicher nicht so mit den Austritten zu kämpfen. Insgesamt kann ich als Protestant jetzt nicht so viel darüber sagen, aber die meisten Kinder machen es weniger aus Zwang als wegen des Geldes .

  15. #15
    der nicht Langweiler Avatar von Freeker
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Stimme dem ersteller des Theads hier volkommen zu.
    Ich sehe es auch so das der Begriff "Religion" eher den Glauben an etwas beschreibt, wohingegen die Kirche für mich auch eher eine Organisation bzw die Katholiken schon fast wie eine Sekte sind. Eigentlich geht es nur ums Geld und weniger um den Glauben an sich.

  16. #16
    Kleiner Experte Avatar von Admiral
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Also bei mir ist das so dass ich aus einer religionslosen Familie abstamme und auch ohne jeglichen Glaubensbekenntniss großgezogen wurde. An Gott glaube ich nicht, aber beschäftige mich damit ehrlich gesagt auch kaum mit solche Themen. Ich denke nicht dass bei einer Notsituation der Mensch an etwas Übernatürliches glaubt, das ist nicht korrekt. Das ist bei jedem einzelnen Menschen unterschiedlich, je wie jeder tickt auf seine Art. Man muss nur hart arbeiten und versuchen etwas aus sich zu machen und ein zufriedenes Leben führen können, das ist meine Philosophie jedenfalls, und bei gewissen Notsituationen sollte man einfach die Ruhe bewahren und nach einer Lösung suchen, wobei in desem Aspekt bei manchen Leuten wieder der Glaube oder Religion zurück ins Spiel kommt. Aber bei mir ist dies nicht der Fall.

    Um die Frage zu beantworten: Ja, Kirche und Religion sind durchaus verschieden. Die Punkte sind hier von Sasuro bestens gennant wurden, ich denke einfach dass die Menschen welche an etwas glauben es auf ihre eigene Art und Weise tun und nicht dabei unbedingt eine Kirche, Moschee oder Synagoge usw,.. besuchen, oder komplett nach dem Schema der Religion alles noch ausleben. Ich schätze daher viele Menschen eher als eine Art Agnostiker oder Deisten ein.
    Geändert von Admiral (25. June 2014 um 17:46 Uhr)

  17. #17
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Ich lebe als Ungläubiger in einer komplett katholischen und kirchlich aktiven Familie. Ich habe Jahre meines Lebens damit verbracht, immer wieder Diskussionen über Glauben und Kirche loszutreten. In der Kirche läuft viel falsch, das sagen sogar meine Eltern, die regelmäßig in den Gottesdienst gehen. An meinen Großeltern merke ich wiederum, dass der Glaube sehr viel Hoffnung geben kann - mir zwar nicht, aber wenn es ihnen dadurch besser geht finde ich das völlig legitim. Sicher, diese ganzen Skandale um katholische Priester und irgendwelche Hardcore-Fraktionen sind nicht abtubar und schrecklich, dennoch hat die Kirche hierzulande und auch im Außendienst sehr viele soziale Funktionen, die absolut wichtig für Betroffene sind. Ich selber bin an einer Förderschule beschäftigt, was man da so mitbekommt ist schon krass. Wie viele unterstützende Einrichtungen einfach von der Kirche getragen werden und nur dadurch laufen können. Ich mag die Institution der Kirche nicht und glaube an rein gar keine übernatürlichen Mächte und was weiß ich, aber die Vorteile sind einfach nicht von der Hand zu weisen. Jeder soll leben wie er will, solange keiner Nachteile dadurch hat ist alles in Ordnung für mich.

    Dass es bei der Kirche nur ums Geld geht halte ich für eine Unterstellung, denn gerade WEIL die Kirche viele soziale Einrichtungen trägt braucht sie logischerweise irgendwo her auch das Geld, von reiner Nächstenliebe kann kein behindertes Kind leben. Dass andererseits so undurchsichtig mit Einkommen bzw Spendengeldern umgegangen wird ist wiederum etwas, das mich stört, aber gut, keine Medaille hat nur eine Seite....

  18. #18
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Ganz frei von offensiven Beiträgen und damit die Gesprächsrunde weiterhin harmonisch beibehalten wird, möchte ich gerne auch etwas dazu schreiben. Ich hoffe es fühlt sich der ein oder andere nicht allzu sehr schlecht angesprochen oder derartiges^^ Da es hier in dem Thread um "Kirche und Religion" geht und weitergehend jede Religion angesprochen wurde, leite ich auch meinen Teil bzw. meine Meinung, als Muslim(bitte nicht gleich urteilen^^), darlegen. :waiting-onion-head-

    Im Quran sagt Allah: "Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen." [51:56]

    Dass der Mensch das Geschöpf Gottes ist und dass er seinen Schöpfer anbeten soll, ist also der Sinn und Zweck der Existenz des Menschen. Ohne dieses Anerkennen Gottes als Schöpfer und Herr ist das Leben folglich sinnlos. Nun stellt sich die Frage, wie der Mensch seinen Schöpfer erkennen kann. Zunächst müssen wir also einen Weg zu dieser Erkenntnis Gottes finden. Dieser Weg ist eine zentrale Frage, denn wenn wir nicht den richtigen Weg finden, kommen wir auch nicht zum erhofften Ziel.

    Um den richtigen Weg zu finden und klar aufzuzeigen, dass ein falscher Weg nicht zum Ziel führt, wollen wir zunächst betrachten, wie sich diejenigen, die nicht die Existenz Gottes anerkennen, den Weg zur Erkenntnis der Existenz Gottes vorstellen.

    Heutzutage findet man oft zwei Gruppen von Nichtgläubige, welche die Existenz Gottes nicht anerkennen:

    Die Atheisten bzw. Materialisten, die klar die Existenz Gottes bestreiten mit dem Argument, dass sie Ihn nicht mit ihren Sinnesorganen erfassen können und die Agnostiker, die sagen, dass man nicht wissen kann, ob Gott existiert oder nicht und die sich dann auch nicht mehr viele Gedanken in diese Richtung machen.

    Wenn man jedoch beide Gruppen fragt, ob sie davon überzeugt sind, dass Radiowellen oder magnetische Felder existieren, sagen natürlich beide "ja" und würden sich über jemanden lustig machen und ihn als ungebildet zurückweisen, der die Existenz von Radiowellen und Magnetismus bestreitet. Jedoch kann man weder elektromagnetische Wellen, noch ein magnetisches Feld sehen oder hören - man erkennt die beiden Phänomene nur an deren Auswirkungen auf bestimmte Körper, wie z.B. Eisen.

    Wir nennen es die Beschränktheit der menschlichen Sinne und des menschlichen Verstandes.

    An dem obigen Beispiel haben wir gesehen, dass einerseits der Mensch nicht alles, was existiert, mit seinen Sinnen aufnehmen kann und zweitens, dass man längst nicht sagen kann, dass etwas nicht existiert, nur weil man es nicht sehen oder mit seinen Sinnen erfassen kann. Ebenso kommt man manchmal zu Fehlschlüssen, wenn man etwas mit seinen Sinnesorganen wahrnimmt, ohne den Verstand einzusetzen: Betrachtet man einen Stab, der senkrecht ins Wasser eingetaucht ist, so hat man den Eindruck, dass er an der Stelle, wo die Wasseroberfläche ist, gebrochen ist. In Wirklichkeit täuscht einen hier das Auge, und der Verstand sagt, dass dies ein physikalisch-optischer Effekt ist und dass der Stab in Wirklichkeit nicht gebrochen ist.

    Es gibt einen schönen Witz, der sich in einer sechsten Klasse ereignet haben soll: Der Lehrer fragte die Schüler: "Seht ihr mich?", worauf sie antworteten: "Ja", worauf er sagte: "Also existiere ich." Er fuhr fort: "Seht ihr die Tafel?", worauf sie sagten: "Ja", worauf er sagte: "Also existiert die Tafel". Er fuhr weiter fort: "Seht ihr den Tisch?", worauf sie antworteten: "Ja", worauf er sagte: "Also existiert der Tisch". Dann fragte er: "Seht ihr Gott?", worauf sie antworteten: "Nein", worauf er sagte: "Also existiert Gott nicht!" Da stand ein intelligenter Schüler auf und sagte: "Seht ihr den Verstand des Lehrers?", worauf sie sagten: "Nein", worauf er sagte: "Also existiert der Verstand des Lehrers nicht!"

    So viel zur Fähigkeit der menschlichen Sinne. Nun zum menschlichen Verstand: Der menschliche Verstand kann nur Dinge erfassen, die räumlich und zeitlich endlich sind. Beim Umgang mit Unendlichkeit arbeitet der Verstand nicht mehr richtig und verwickelt sich in Widersprüche.

    Nachdem wir gesehen haben, dass erstens die menschlichen Sinne nicht alles, was existiert, erfassen können, und zweitens, der menschliche Verstand nur Dinge erfassen kann, die sowohl in der räumlichen und zeitlichen Dimension beschränkt sind, ist es nun leicht erkennbar, wo der Fehler bei den Atheisten liegt, die Gott leugnen, weil sie Ihn nicht sehen bzw. mit ihren Sinnen erfassen können: Allah der Herr der Welten und der Schöpfer aller Dinge, der Materie, Raum und Zeit erschaffen hat, unterliegt selbst nicht den Gesetzen von Raum und Zeit. Für Ihn selbst gilt weder Raum noch Zeit. Wenn man also den Schöpfer von Raum und Zeit noch nicht einmal mit dem Verstand erfassen kann, wie soll man denn dann erwarten, das man Ihn etwa sehen kann?!

    Ebenso ist die Einstellung der Agnostiker absurd, die sich nicht weiter mit Gott befassen, weil sie sagen, dass man so etwas wie die Wahrheit der Existenz Gottes und die Wahrheit der Religion sowieso nicht herausfinden kann. Die Agnostiker akzeptieren aber nur ihren Verstand als Mittel der Erkenntnis. Wie wir gesehen haben, funktioniert der Verstand aber nicht mehr in Bereichen, die jenseits von räumlich und zeitlich endlicher Materie liegen.

    Als Abschlussbemerkung können wir also festhalten, dass sowohl die Atheisten als auch die Agnostiker einen Weg eingeschlagen haben, der prinzipiell nicht zum Ziel führen kann. Der tiefe innere Beweggrund für eine solche Haltung, die erwartet, dass der Mensch alle Wahrheiten mit seinen Sinnen erfassen können muss, ist wohl eine Art Hochmut.

    "Und diejenigen, die nicht mit Unserer Begegnung rechnen, sagen: ""Warum werden keine Engel zu uns herniedergesandt? Oder (warum) sollten wir (nicht) unseren Herrn schauen?" "Wahrlich, sie denken zu hoch von sich und haben die Schranken stark überschritten." [25:21]

    Nochmals möchte ich gern darauf hinweisen, dass es hoffentlich nicht zu offensiven Auseinandersetzungen kommt. Habe schon unglücklicherweise einige Male miterlebt, wie manche Menschen sehr aggressiv auf so etwas wirken. Aber dies sollte wohl hier nicht der Fall sein denke ich. ^^

  19. #19
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Ich finde deinen Beitrag sehr interessant, und direkt am Anfang stellte sich mir die Frage, warum du befürchtest man könne "direkt urteilen", weil du Muslim bist. Wie ich bereits herausgestellt habe, ist es zumindest mit persönlich sehr wichtig, dass jeder selber entscheiden darf ob und welchen Glauben er auslebt.

    Ich kann deinen Beitrag nachvollziehen, es ist richtig, dass man manche Dinge nicht sehen kann, aber an ihren Ursachen dennoch erkennt, dass sie da sind. Nun stellt sich mir nur die Frage, woran man denn deiner Meinung nach einwandfrei erkennen kann, dass es einen Gott gibt?
    (ernst gemeinte Frage; kein Angriff)

  20. #20
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    AW: Religion - Kirche und Religion verschieden?

    Das Universum verändert sich von Zustand zu Zustand, wie der Wind; mal weht er und mal weht er nicht, mal ist er warm und mal ist er kühl. Eine Pflanze blüht auf und die andere verwelkt. Die Sonne geht im Osten auf und im Westen unter; zu Mitte des Tages ist sie weiß und gegen Ende des Tages ist sie gelb. Diese ganzen Veränderungen deuten darauf, dass alle diese Dinge Geschöpfe sind und von Jemandem verändert und von einem Zustand in einen anderen Zustand versetzt werden. Diese Dinge sind nur einige Bestandteile des gesamten Universums; das gesamte Universum ist ein Geschöpf und ist auf Denjenigen angewiesen, Der es erschuf und dieser ist Gott, der Erhabene.
    Wenn ein Verleugner Gottes sagen sollte: „Wir sehen Gott nicht, warum sollten wir dann an Ihn glauben?“ Dann antwortet man darauf wie folgt.:„Auch wenn du Gott nicht siehst, so sind die Spuren Seines Tuns zahlreich, denn die Existenz des gesamten Universums ist ein Beweis für die Existenz Gottes. Denn so wie die Schrift unbedingt eines Schreibers bedarf und das Gebäude unbedingt eines Erbauers, so bedarf das Universum unbedingt eines Schöpfers, Der es erschaffen und in die Existenz hervorgebracht hat. Dass du diesen Schöpfer aber nicht siehst, bedeutet nicht, dass Er nicht existiert, denn wie viele Dinge gibt es, an die du glaubst, obwohl du sie nicht siehst, wie deinen Verstand, deine Seele, deinen Schmerz und deine Freude?“

    Wenn der Schöpfer des Universums den Geschöpfen in irgendeiner Weise ähnlich wäre, dann wäre auch in Bezug auf Ihn das möglich, was in Bezug auf das Universum möglich ist; hinsichtlich der Existenz nach der Nichtexistenz und der Bedürftigkeit und Veränderung, denn wenn Einiges einander ähnelt, dann ist in Bezug auf diese Sache auch das möglich, was für die andere Sache möglich ist. Dies würde bedeuten, dass Allâh auf jemanden angewiesen wäre, der Ihn in die Existenz hervorbrächte, denn derjenige, der in die Existenz hervorgebracht wird, ist auf denjenigen angewiesen, der ihn in die Existenz hervorbrachte und ihm das Aussehen und die entsprechenden Eigenschaften gab. Und derjenige, der sich von einem Zustand in den nächsten Zustand verändert, ist auf denjenigen angewiesen, der ihn von Zustand zu Zustand verändert. Auch derjenige, der sich an einem Ort und in einer Richtung befindet, ist unbedingt ein Körper und auf denjenigen angewiesen, der für ihn die Maße seines Körpers – Länge, Breite und Tiefe – bestimmte. Diese Schlussfolgerung ist deutlich für jeden, der einen gesunden Verstand besitzt und Gott ist über dies alles erhaben, denn wenn Er bedürftig wäre, dann wäre er ein Geschöpf und nicht der anfangslose Gott.

    Sag was du willst um mich zu beleidigen, denn mein Schweigen gegenüber dem Idioten ist gewiss eine Antwort. Ich bin nicht verlegen darum dir zu erwidern, doch es gehört sich dem Löwen nicht den Hunden zu antworten.

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