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Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

Dieses Thema im Forum "Schule, Ausbildung & Beruf" wurde erstellt von NiiXE, 8. Juli 2014.

  1. NiiXE

    NiiXE Freigeschalteter Otaku Otaku Novize

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    Moin Leute!

    Da ich mit diesem Thema in letzter Zeit öfters konfrontiert wurde, möchte ich euch
    nun meine Meinung präsentieren.
    Ich freue mich über eure Meinung zu diesem Thema, da dieses ja sehr umstritten ist.

    Meiner Meinung nach sind Schulnoten repräsentativ.
    Jedoch stehen sie nicht im Zusammenhang mit dem Intellektuellen Niveau, wie viele denken.
    Die Schulnote setzt sich aus drei Dingen zusammen:
    - Die Unterrichtsqualität
    - Die Arbeitsleistung
    - Sympathie gegenüber dem Lehrer

    Hierbei überwiegt keins das andere, sondern es ist alles abhängig von Lehrer und Schüler.
    Oftmals bekommen Schüler, die nicht allzu helle sind bessere Noten als viele intelligente Schüler.
    Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die intelligenten sich nicht genügend anstrengen und auch öfters
    nicht so beliebt bei den Lehrern sind.
    Oftmals sind Störenfriede beliebter und sympathischer für die Lehrer als die ruhigen, "schlauen".
    Woran das liegt, ist wieder ein anderes Thema.
    Jedoch hängt die Note nicht ganz vom Lehrer ab.
    Die Schüler tragen ebenfalls mit dazu bei.
    Ein Lehrer kann streng bewerten, er kann jedoch nicht ungerecht bewerten, da es ja mehrere Schüler gibt.
    Schüler, die erst am letzten Tag vor der Prüfung lernen, verhauen oft die Arbeit.
    Egal wie gut sie in diesem Thema sind, ihre Arbeitsleistung war schwach, dementsprechend werden sie mit
    einer schlechten Note bestraft.
    Desweiteren ist es möglich, dass der Schüler schlecht lernen kann, da der Lehrer schlecht unterrichtet, oder der Schüler
    im Unterricht behindert wird.

    Ob das Notensystem gut oder schlecht ist, darum geht es hier nun nicht.
    Jedoch sollten endlich mal mehr Leute, sowie Arbeitgeber bemerken, dass eine Schulnote nicht die Intelligenz einer Person
    wiederspiegelt.
    Das war nun meine Meinung zum Thema.
    Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

    Vielen Dank fürs lesen!
     
    TakumiUsui gefällt das.
  2. kevboy1991

    kevboy1991 Erfahrener Otaku Otaku König

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Naja, wenn jemand gute Noten hat, kann es sein, dass es entweder ein Genie ist z.B. oder jemand der einfach verdammt viel lernt

    genauso kann einer der schlechte noten hat blöd sein oder einfach nur faul

    von daher sind schulnoten nicht 100% aussagekräftig finde ich, also zumindest sagen sie nichts über Wissen oder Intelligenz aus, ich kenne da jemanden der ist beides Intelligent und hat viel Wissen, aber die schule hat er trotzdem verkackt

    Deshalb meine klare Antwort nein!
     
  3. famoon

    famoon in love with the moon Seelenverkäufer

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    Noten spiegeln aber heutzutage die "Intelligenz" der Menschen wieder! Auch wenn es nicht stimmt, die Arbeitgeber wollen einfach gute Noten sehen.. denen interessiert es nicht, wie die Lehrer sind und ob wir behindert worden sind, im Unterricht alles zu verstehen! Wenn man das Nötige nicht mitbringt, kommt man nirgens weiter! Das ist leider in der heutigen Gesellschaft so.. auch an Universitäten wird man nicht mit einem gewissen Notendurchschnitt angenommen, weil man die nötigen Kenntnisse mitbringen muss, um überhaupt an der Universität bestehen zu können! Leider gibt es auch so viele Lehrer, die nicht unterrichten können und Schüler nach bestimmten Kriterien, wie eigene Wünsche, Meinungen und Sichtweisen gegenüber Dingen, beurteilen! Das ist ungerecht, aber man kann dagegen nichts unternehmen.... man kann sich nur anstrengen und so wenig Fehler wie möglich machen!


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    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2014
  4. Equinox

    Equinox 憎しみは存在しませんが、幸せだけ Otaku König Ex-Mitarbeiter

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Ich denke Noten sind eine grobe Umschreibung der Leistungsbereitschaft eines Schülers. Ich denke über die Intelligenz sagt das auf keinen Fall was aus, da auch der schlauste Kopf einfach nur Faul sein kann. Allerdings ist nicht abzustreiten, dass sich der Arbeitgeber ungefähr ein Bild darüber machen will, wie begabt Jemand in den verschiedenen Bereichen ist. Auch wenn 1-6 Nicht wirklich genug ist um die Leistung eines Schülers einzuschätzen, denke ich, dass das Notensystem an sich ok ist. Das Problem liegt eher im veralteten Schulsystem (Aber das ist auch schon ein anderes Thema).

    Ja schlechte Lehrer sind auch oft der Grund, wieso man schlechte Noten erhält (Aber das macht sich an der gesamten Klasse bemerkbar und nicht an einem Individuum). Ein Lehrer kann eigentlich keine schlechten Noten nur aufgrund der Sympathie geben. In Vorträgen u.ä vielleicht, aber eigentlich sollte Subjektivität aus dem Spiel bleiben und das weiß der Lehrer auch. Ich denke, wer sich die meiste Zeit ordentlich verhält, wird auch damit rechnen können, dass man nicht von den Lehrern "gehasst" wird ^^.
     
  5. XRA9

    XRA9 Nicht derjeniche Seelenverkäufer

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Die Arbeitgeber wollen aus mehreren Gründen gute Noten. Zum einen sind viele von ihnen konservativ und schätzen anhand der Noten tatsächlich eure Qualifikation ein. Zum anderen steckt in den Noten immer noch die tatsächliche Leistung drin, in der schriftlichen Note ganz besonders. Und zum dritten kann man trotz der gegenseitigen Antipathie immer noch so gut mit dem Lehrer auskommen, dass sich das kaum bis gar nicht auf die Note auswirkt. Letzteres ist ein ganz wichtiger Schritt zur geistigen Reife, aber dafür muss man halt sein Ego ein bisschen zurückfahren und den Ärger hinunterschlucken. Ach, und Anpassungsfähigkeit wird man damit auch trainieren. Denn später sind es nicht Lehrer, die euch auf den Sack gehen, sondern Mitarbeiter und Vorgesetze und vor allem die müssen sich nicht mit euch abgeben.

    Schulnoten haben daher schon ihre Berechtigung und sind durchaus repräsentativ, nämlich für die erbrachte Leistung, die Leistungsbereitschaft und eure Anpassungsfähigkeit. Wobei, wie schon zuvor gesagt, das Bildungssystem mal ein wenig erneuert werden müsste...
     
  6. Nayhru

    Nayhru 9.8.2015 Seelenverkäufer Ex-Mitarbeiter

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Bis zu einem gewissen Punkt spiegeln sie die erbrachte Leistung innerhalb eines Semester wieder. Jedoch können sie auch nur Momentaufnahmen einer einmaligen Leistung sein. Wie es zum Beispiel bei Reifeprüfungen der Fall ist. In meinem Falle war das 13. Semester sehr verkürzt, mit derselben Anzahl an Tests, Klausuren und Prüfungen. Aus diesem Grund war es ziemlich hart dieselbe Leistung wie im vorhergehenden Semester zu erbringen. Aus diesem Grund finde ich, dass Noten nicht immer über die Intelligenz oder Fähigkeiten eines Menschen aussagen.
    Dennoch gelten sie als ungefährer Richtwert für potentielle Arbeitgeber. Schlechte Noten müssen nicht immer ausschlaggebend sein abgewiesen zu werden. In vielen Fällen wird man eventuell trotzdem zu einem Vorstellungsgespräch, in dem man dann auf jene Noten angesprochen wird. Es gibt viele Faktoren die such auf die Note auswirken. Lehrer, Anwesenheit, Leistung, ...

    Persönlich ist es mir wichtig mit meinen Noten zufrieden zu sein, da Noten auch etwas sind worauf man stolz sein kann. Aus diesem Grund kann' ich mich nicht mit einer Genügend (4) im Zeugnis abfinden.
     
  7. portgas

    portgas Kleiner Experte Otaku Experte

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Ich muss sagen, dass ich finde, dass bei der Benotung sowohl Leistungsbereitschaft als auch Intelligenz eine tragende Rolle spielen. Es gibt genug Fächer, wo auswendig lernen nicht viel bringt - wenn man es nicht versteht, dann ist es schwer, Gelerntes auf neue Gebiete zu übertragen. Die wenigen Genies, die ohne lernen, gute Noten schreiben, müssen sich trotzdem mündlich beteiligen, um diese dann auf dem Zeugnis zu erhalten. Solange man kein Superbrain ist, gestaltet sich ein perfekter Schnitt als unglaublich schwierig bis hin zu unmöglich. Ehrlich gesagt, habe ich es noch nie erlebt, dass ein fauler und störender (anscheinend auch dummer) Schüler bessere Noten kriegt als ein stiller, fleißiger, schlauer Schüler?
    Ich würde allerdings die Lehrer nicht in eine Schublade stecken, natürlich gibt es unfaire Lehrer, aber sie sind auch nur Menschen. Wer behandelt denn bitte alle Menschen gleich? Ich bin in meiner Schullaufbahn eher Lehrern begegnet, die einigermaßen gerecht bewerten und es gibt trotzdem Schüler, die sich ungerecht behandelt fühlen.
    So ist halt das Leben, es ist ungerecht. Man kann entweder den lieben, langen Tag herumnörgeln oder man kann das Beste aus seiner Situation machen.
     
  8. Lilium

    Lilium Gott Otaku König

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Naja, ich finde dieses System schon so Inordnung wie es ist, meist nörgeln viele wie unfair es sei, jedoch eine sinnvolle und umsetzbare Alternative bringen, ja dann sind alle Still. Natürlich gibt es intelligente die faul sind, aber das spiegeln ja gerade die Noten wieder, denn welcher Arbeitgeber will den jemand faules? Wer sich anstrengt wird auch belohnt, manche haben es eben schwerer manchen eben nicht (ich gehöre übrigends zu den "nicht"), manche Lehrer kannste in die Tonne kloppen. Das ist nunmal so aber im Studium relativiert sich das eh.Trotzdem spiegeln Noten einiges wieder, also ich kenne viele die Notentechnisch versagt haben und trotzdem, mehr drauf haben- aber trotzdem möchte ich mich z.B nicht von jemanden Operieren lassen der von der Hauptschule abging.... Das einzige was mich anp**st, ist das die Bildungssysteme in den Bundesländer so verschieden sind und ich natürlich in den mit schwersten lernen darf....
     
  9. portgas

    portgas Kleiner Experte Otaku Experte

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    @Lilium: Jetzt interessiert mich aber, welches Bundesland du meinst :) Das finde ich auch schrecklich, ich kriege Donnerstag mein Abizeugnis und habe dann 4 glorreiche Tage Zeit, um mich für Unis zu bewerben..
     
  10. Lilium

    Lilium Gott Otaku König

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    @portgas haha, das klingt ja mal richtig übel...so hat man ja genug Zeit eine Entscheidung fürs Leben zu fallen. Achso ich wohne in Sachsen und nach meines Wissen sind bayern und Sachsen die Spitzenreiter (jipyy....-.-) Glaube aber 2015 soll es zum Teil einheitlich gemacht werden, aber naja interessiert mich jetzt recht wenig. Dafür wird mein durchnitt in Berlin glaube um 0,4 verbessert wenn ich sage, dass es sächssichen Standart entspricht.
     
  11. portgas

    portgas Kleiner Experte Otaku Experte

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Was ist denn in Sachsen so anders? Ich verstehe sowieso nicht, warum das so variiert.. Hier in Niedersachsen wurden die Studiengebühren auch erst zu diesem Jahr aufgehoben. Als Letztes natürlich..
     
  12. famoon

    famoon in love with the moon Seelenverkäufer

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    @portgas
    In Niedersachsen?? Ich wohne auch da und ich habe nichts mitbekommen :/ man zählt jetzt hier auch nichts mehr wenn man auf einer Uni studiert?? Das war ja nur noch in Niedersachsen so, in den restlichen Bundesländern zahlt man auch nichts ...


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  13. portgas

    portgas Kleiner Experte Otaku Experte

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  14. Lilium

    Lilium Gott Otaku König

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Naja das mit den Studiengebühren ist wohl so ne Sache der Bürokratie(also weiß selber nicht, aber anscheinend haste ja noch Glück gehabt) Die Unterschiede in den Bundesländern sind jedoch einfach an einen Beispiel zu erklären. Gibt es ein einheitliches Schulssystem, würde nun nurnoch Firma X das Mathebuch in Deutschland produzieren, und keine, wer weiß wie viel verschiedene. Und natürlich wollen das die ganzen Verläge keinesfalls. Und so wird dann ein Bildungsminister schnell mal unter Druck gesetzt. also kurz und knapp: Geld ist der Übeltäter( Überraschung).
     
  15. Freeker

    Freeker der nicht Langweiler Otaku Gott Ex-Mitarbeiter

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Noten sind leider in unserer Gesellschaft total repräsentativ.
    Um sich an einer Uni zu bewerben, oder um einen neuen Job nach der Schule, es wir immer auf die Noten geschaut und dann sofort aussortiert.
    Wer zu schlecht ist fliegt leider raus. Fair ist dieses System natürlich nicht. Sehe das selbst in der Schule wie die Lehrer immer total random die Noten würfeln.
    Vor 2 Jahren im Abi, hat mein Banknachbar das ganze Jahr über mit dem Kopf auf der Bank gepennt. Der hat wirklich geschlafen und nichts gemacht. Ich hab relativ viel mitgemacht im Unterricht und der Lehrer will mir am ende des Jahres allen ernstes ne 4- in Mitarbeit und meinem Nachbar ne 3+ geben Oo????
    Das ist jetzt nur ein Beispiel. Hätte noch ein paar mehr, aber das tut ja nicht zur Sache.
    Fakt ist nun mal das die Noten eigentlich nichts aussagen. Vorallem im Berufsleben. Der Arbeitgeber kann sich dann zwar einen groben Überblick verschaffen, wie gebildet der Bewerber ist, aber um das eigentliche Potenzial zu erkennen kommt man am Probearbeiten einfach nicht vorbei. Man muss sich die Leute einfach mal anschauen. Klar geht das nicht wenn sich 200 Leute gleichzeitig bewerben. Aber dann müsste man sich vielleicht eine andere vorabauswahl ausdenken^^
    Dennoch finde ich das Noten allein überhaut nicht repräsentativ sind..
     
  16. Daimyo Tokugawa

    Daimyo Tokugawa 東方の老練家 Animes.so Staff

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Ich sehe das so wie Freeker.
    Ich bin auch der Meinung, dass Noten nichts über die eigenen Leistungen aussagen. Da nenne ich gerne immer ein Beispiel: Nehmen wir mal das Fach Deutsch. Man beherrscht die deutsche Sprache wunderbar, Orthografie, Grammatik, Interpunktion, Ausdrucksvermögen (große Palette an Wortwahl, Konjunktionen usw.), aber man kann keine Analysen und Interpretationen schreiben. Egal, wie oft man das übt, es bleibt immer gleich. Und in Klausuren kommen dann eben solche Aufgaben dran. Logisches Resultat: Man bekommt keine (so) gute Note. Was hat man dann davon? Nichts. Das heißt eben zwar, dass man diese Art von Texten nicht schreiben kann, das heißt aber nicht, dass man "schlecht" ist. Jeder Mensch hat Schwächen bzw. Dinge, die er nicht gut kann. Das sollte man auch berücksichtigen und respektieren. Aber in einer Leistungsgesellschaft wie in Deutschland ist das leider nicht möglich.
    Ein anderes Beispiel: Dieses Mal nehme ich mal Mathematik. Man kann hervorragend im Kopf rechnen, Prozentrechnung, Dreisatz, Geometrie, Trigonometrie und Stochastik beherrscht man gut. Aber in den Klausuren kommen Funktionen jeglicher Art vor. Diese wiederum beherrscht man nicht. Auch hier kann man so viel üben wie man will, man kann es einfach nicht. Sagt das dann komplett über die mathematischen Leistungen aus? Nein, natürlich nicht. Nur weil man keine Funktionen kann und deswegen eine schlechte Mathematiknote bekommen hat, heißt das nicht, dass man Mathematik nicht kann.
    Wie ihr sicherlich feststellen könnt, bin ich da sehr kritisch. Es gibt halt Dinge, die man kann und die man nicht kann. Jemand, der die Dinge, die drankommen, kann, hat mehr oder weniger Glück und jemand, der die Dinge nicht kann, eben Pech. Das ist sehr unfair.
    Man sollte noch weitere Dinge beachten. Es gibt Menschen, die "von Natur aus" faul sind. Aber bei obligatorischen Aufgaben sind sie sehr pflichtbewusst und arbeiten fleißig daran. Das heißt nicht, dass diese Menschen faul sind und ungerne arbeiten. Faule Menschen sind sehr fleißig darin, zu überlegen, wie sie die Arbeit am schnellsten und einfachsten zu Ende bringen können.
    Dann gibt es Menschen, die sich nur auf die Noten konzentrieren. Sie lernen wie verrückt, bekommen dann auch ihre guten Noten und lassen dann immens nach. Ein Arbeitgeber nimmt bspw. so eine Person an, weil sie hervorragende Noten hat und merkt nach einer Zeit, dass diese Person gar nicht so gut in der Praxis ist.
    Ich könnte noch ewig so weitermachen.
    Zurückhaltende Menschen gibt es auch und die melden sich halt ungerne, da können sie aber noch so intelligent sein, dass sie die Klassenbesten oder Schulbesten sind. Aber wegen der mangelnden mündlichen Beteiligung werden die Noten in Mitleidenschaft gezogen. Manche werden sagen: So ist nun mal das Leben, andere werden sagen: Das ist ungerecht.
    Ich kann mich mit dieser Ungerechtigkeit nicht abfinden. Man kann sich zwar daran anpassen, aber nicht jedem gefällt das und vielleicht kann man sich aus bestimmten Gründen auch nicht anpassen. Wichtige Dinge werden nicht berücksichtigt, weil sie nicht "wichtig" für die Gesellschaft sind. Was man braucht, ist Leistung. Und Leistung = Noten. Leider...
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2014
  17. heyiamsven

    heyiamsven Neuling auf Bewährung Otaku Amateur

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Schließe mich der Meinung von Freeker an! In der Gesellschaft sind sie meiner Meinung nach repräsentativ aber über die Person (wie Intelligent diese ist etc) sagen Noten nix aus. Kenne einige Menschen die studieren oder schon ein abgeschlossenes Studium haben aber von der Intelligenz her auch nicht gerade schlauer als der Typ am McDrive sind.
     
  18. Red

    Red 知らぬが仏。 Nolife

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Ich möchte mal auch meinen Senf dazugeben und vll. erklären, warum ich finde, dass das Notensystem seine Berechtigung hat.

    Erstmal vorweg, gute oder schlechte Noten geben keinen wirklichen Aufschluss über die Intelligenz des Schülers.
    Das Notensystem wurde viel mehr errichtet, um Aussagen über das Verständnis und die Anwendung der unterrichts- und fachspezifischen Lerninhalte zu machen. Man braucht einen Vergleichswert, der es ermöglicht, Schüler (etc.) in einem System einzuordnen.
    Dabei geht es nicht nur um reines deklaratives Wissen und prozedurales Anwendungswissen. Vielmehr geht es darum die verschiedenen Ebenen von Wissen (Stichwort hier bloomsche Taxonomie-Kognitive Ziele) zu meistern und dies zu zeigen.
    Deshalb gibt es eben Klausuren in Deutsch, die sich mit Literatur und deren Analyse und Interpretation befassen. Es ist eben eine viele höhere Ebene des Wissens als Grammatikregeln zu kennen und zu beherrschen.
    Genauso das Beispiel Mathematik, Funktionen benötigen eben mehr Transferleistung, Analyse etc. als simplere Aufgaben wie Prozentrechnen.
    Leute, die in Klausuren dort nicht das "Wissen" überzeugend darlegen können, werden in diesem System dann gerechterweise als weniger gut eingestuft, als Leute, die den Erwartungen gerecht werden.
    Das ist nicht unfair, sondern einfach fakt. Wer schwierigkeiten bei der Analyse von Nathan der Weise hat (so wie ich damals in Klasse 9), bekommt wohl eine schlechtere Note. Das ist nicht schlimm, aber eben so geregelt.
    In den meisten Fällen hilft übrigens Beschäftigung (z.B. Nachhilfe) mit schwierigen Themen und Besserungen können erreicht werden.

    So ist unser System heute aufgebaut und der Arbeitsmarkt(Uni bla.) basiert zumindest teilweise -und vor allem anfangs- darauf. Später sind vor allem Arbeitspraxis und Empfehlungen für den Arbeitgeber von Interesse.

    Noten sind natürlich nicht 100% objektiv und diese Objektivität kann auch überhaupt nicht erreicht werden. Sei es, dass in der Klausur gerade die Hassaufgabentypen drankamen, einem eine wichtige Formel nicht einfällt oder man einfach nur nervös ist.
    Der Lehrer bekommt eine Klausur zur Korrektur und weiß nicht was mit dem jeweiligen Schüler unbedingt während der Klausur los war oder was der Schüler alles gelernt hat. Er sieht nur die Klausur und muss danach bewerten.
    Hinzukommt natürlich die mündliche Mitarbeiter und der sonstige Eindruck des Schülers, so dass auch mal mildere Bewertungen bei "schlechter Leistung" erfolgen kann.

    Ich persönlich bin übrigens für mündliche Prüfungen. Dort kann ein guter Prüfer Probleme der schriftlichen Überprüfung teilweise umgehen.

    Nun zur mündlichen Mitarbeiter. Diese ist sowas von subjektiv - unglaublich.
    Ich glaube ich kenne keinen Lehrer, der wirklich teilweise objektive Somis gegeben hat. Warum? Weil ein Lehrer mit einer Klasse von 30+ einfach überfordert ist. Dort kann einfach keine gerechte Notenverteilung geschehen, da der Lehrer eben nur einen Eindruck der Klasse bekommt, Leute übersieht und nicht in die Köpfe der Schüler gucken kann.

    Also, warum ist das Notensystem nicht für die Katz?
    Das Notensystem, als Form der Leistungseinstufung, dient dazu ein Vergleichsmaß unter den Schülern zu schaffen und evtl. die Motivation der Schüler nach besseren Noten zu steigern.
    Und genau das erreicht es. Vergleichswerte werden geschaffen (auch wenn diese nicht 100% objektiv sind, was vor allem dem System zur Überprüfung der Leistung geschuldet ist) und für Arbeitgeber und Hochschulen ein Mittel geschaffen, Grundvoraussetzungen für die Zulassung festzulegen.
    Notenwerte sind eigentlich ziemlich unkonkrete Einstufungen der Schüler/Studenten, erleichtern aber -im Gegensatz zu konkreteren Einstufungen wie z.B. in den ersten beiden Klassen- die Verarbeitung enorm.


    Nun zu allen Kritikern:
    Habt ihr Ideen für ein besseres System? Sowie IQ-Tests mittlerweile umstritten sind, kann man auch das Notensystem kritisieren, da es zu einseitig ist. Doch was für Alternativen seht ihr?

    LG
    Red

     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2014
  19. Daimyo Tokugawa

    Daimyo Tokugawa 東方の老練家 Animes.so Staff

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    In einem der skandinavischen Länder gibt es (irgendwo) keine Noten im Schulsystem. Und auch keine Hausaufgaben, aber das ist ein anderes Thema. Dort gibt es keine Noten, aber die Schüler und Schülerinnen sind trotzdem erfolgreich.
    Ich möchte nicht sagen, dass das deutsche Schulsystem schlecht ist, aber die Notengebung ist für mich unzureichend. Zudem fehlt eben die Objektivität. Einfacher wäre es, dass es mehr Lehrer gibt, sodass die Klassen kleiner sein können, damit der Lehrer einen besseren Überblick hat. Das würde dann zwar heißen, dass es quantitativ mehr Klassen gibt, aber durch die größere Anzahl der Lehrer und ein paar organisatorischen Dingen könnte man das wieder gut machen. Ich weiß, dass ich gerade große Worte schwinge und dass diese Umsetzung nicht einfach so geschehen kann. Aber theoretisch wäre es möglich.
    Und Menschen, die aus allen möglichen Gründen Benachteiligungen beim Lernen haben, werden von Anfang diskriminiert, da sie nicht den Anforderungen entsprechen, die man braucht. Es gibt viele Autisten und andere Menschen, die gentechnisch, psychisch oder sonst wie eingeschränkt sind. Sie können in manchen Fächern oder allen Fächern nicht die erwünschten Noten bekommen und werden dann so gesehen aussortiert.
    Aber ich mache mal hier Schluss, da ich sowieso nicht Recht haben werde.
     
  20. Freeker

    Freeker der nicht Langweiler Otaku Gott Ex-Mitarbeiter

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    AW: Sind Schulnoten repräsentativ? Wenn ja, wofür?

    Das schulsystem ist schlecht :D Aber falsches Thema.
    Nein red, eine direkte Alternative habe ich nicht. Hatte ich ja auch schon geschrieben. Fakt ist aber das die Klassen wirklich kleiner sein sollten. Dann könnte man die Schüler wirklich besser beurteilen.

    Ne spontane Idee wären aber wieder Zeugnisse in Text Form. Das Problem dabei ist aber das man das wieder unterschwellig schreiben kann wie bei einem Arbeitszeugnis...Das andere ist das es ewig dauert das zu schreiben bei Hunderten oder teilweise sogar tausenden Schülern. Auch hätten Arbeitgeber kein Interesse daran sich diese Zeugnisse durchzulesen weil es einfach nicht schnell genug geht beim aussortieren.
    Das andere Problem ist ja das es am besten international aussagekräftig sein muss. Das setzt aber voraus das alle Nationen kooperieren und jedes Schulsystem umgekrempelt werden muss. Also auch keine gute Lösung :D
    Stecken ja selbst noch in dem Ingenieur - Bachelor Problem...

    Aber so direkt gibt es wahrscheinlich keine gute Alternative dazu red. Bisher ist das notensystem leider die beste Wahl. Ist halt nur nicht wirklich aussagekräftig. Man kann nur auf einen guten Geist gegenüber hoffen der das potential einer Person erkennen kann