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Diskussion Fast keine Key VNs auf Deutsch - Eine Frechheit?

Dieses Thema im Forum "Talk about" wurde erstellt von Sora no Uta, 9. Mai 2020.

Schlagworte:
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Ist dies eine bodenlose Frechheit?

  1. Ja, es ist tatsächlich Volksverarsche sondersgleichen

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    16,7%
  2. Es ist bitter, aber keine Frechheit

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  3. Es ist keine Frechheit, da in Deutschland jeder altägyptisch können sollte (bla bla)

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  4. Mir sowas von egal

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  1. Sora no Uta

    Sora no Uta Freigeschalteter Otaku Otaku Novize

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    Nahrmd.
    Ich habe festgestellt, dass es abgesehen von Planetarian (wofür ich allerdings dankbar bin) keine einzige Key VN (abgeschlossen) auf Deutsch gibt. Weder als offizielle Übersetzung, noch als Fanübersetzung.
    Rewrite wurde ja mal angefangen, allerdings noch vor dem Ende der Common Route abgebrochen.
    Es gibt also weder Air (was noch am ehesten vezeihbar ist), noch Clannad, noch Kanon, noch Little Busters, noch Rewrite, noch Angel Beats und noch nicht einmal Harmonia auf Deutsch.
    Könnte man dies aus objektiver Sicht als "bodenlose Frechheit" einstufen? Immerhin gibt es zumindest für Clannad etliche deutschsprachige Artikel auf diversen Game-Seiten, aber übersetzen... nö.

    Wie seht ihr das?
     
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  2. anton5

    anton5 Premium Spender Premium

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    Sicherlich ist es Schade, dass es fast keine Key VN auf Deutsch gibt. Aber warum sollte es eine Frechheit sein? Ich bin zumindest froh, dass es manche von diesen auf Englisch gibt. Natürlich ist es für Leute, die wenig bis kein Englisch können schade.
    Ich finde es allerdings auch Schade, dass es diese Visual Novels, die in Japan auf Android rauskommen und auf Englisch übersetzt werden, nicht noch auf Englisch für Android rauskommen. Ich würde gerne Visual Novels auch unterwegs lesen und das ist so leider schwierig:/
     
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  3. Daimyo Tokugawa

    Daimyo Tokugawa 東方の老練家 Animes.so Staff

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    Ich wüsste nicht, warum das eine Frechheit sein sollte. Eine Frechheit von wem wem gegenüber? Frech nicht, aber schade ist es auf jeden Fall. Es gibt keinen Vertrag oder eine Vereinbarung, die besagen, dass Werke von Key auf Deutsch in den deutschsprachigen Raum kommen sollen. Fanübersetzungen sind vollkommen freiwillig und hängen von der freien Zeit ab, die das Team zur Verfügung hat. Die Lust und Motivation kommen dann noch hinzu.
    Ich persönlich finde aber, dass es das Mindeste wäre, wenigstens halbwegs gutes Englisch zu beherrschen. Es muss kein Muttersprachniveau sein, auch kein Business English-Niveau. So viel, dass man durch den Alltag (als Tourist bspw.) kommen würde, würde schon reichen. Englisch ist als Deutscher wesentlich einfacher zu erlernen als Japanisch, zumal auch Englisch in der Schule beigebracht wird. Dass japanische "Nischenprodukte" überhaupt auch auf Englisch erscheinen, ist eine Freude wert. Damit meine ich Werke von Entwicklern, die außerhalb Japans kaum bis gar nicht bekannt sind. Square Enix dürfte jedem ein Begriff sein. Aber Key eher weniger. Ein normaler deutscher Bürger, der mit Japan nichts zu tun hat, dürfte sowas wie Visual Novels wahrscheinlich nicht kennen, ein normaler nordamerikanischer Bürger wahrscheinlich genauso.
    Wenn das Interesse groß genug ist, finden sich meist Publisher, die die Werke dann auch offiziell in der jeweiligen Sprache veröffentlichen. Wenn das Interesse nicht groß genug ist oder es groß genug ist, aber nirgendwo ankommt, dann sind offizielle Übersetzungen eher selten. Da springen dann Fanübersetzer ein, die das aus Enthusiasmus und Leidenschaft tun.

    Und ganz am Rande: Vielleicht macht das auch keiner, weil sie nicht beim Programmieren und Übersetzen wieder und wieder mit der Emotionsachterbahn von Key fahren wollen. Man stelle sich nur vor, wie man "kritische" Stellen in der Story mehrmals ansehen muss, um jegliche technische und sprachliche Fehler zu vermeiden.
    Gutes Beispiel Clannad after Story: Vielleicht ist man (mittlerweile) ein frisch gewordener Vater oder Mutter geworden oder man ist kurz davor, seitdem man das letzte Mal Clannad geschaut hat. Wenn man kein emotional völlig abgestumpfter Mensch ist, trifft Clannad einen hart. Ich denke, als jemand, der ein eigenes Kind hat, erlebt man Clannad viel intensiver. Wenn nun also ein junger Vater oder junge Mutter im Team sitzt, das Clannad übersetzen sollte, muss man sich auf einiges gefasst machen.
    Manche mögen vielleicht nur denken: "Das ist alles nur fiktiv". Das stimmt ja auch. Aber was ist, wenn man weiterdenkt? "Tomoya könnte ich sein. Wie würde ich mit der Situation umgehen? Würde ich das überhaupt verkraften?" Die reale Welt ist erbarmungslos, es wird kein gutes Ende wie in Clannad geben, wenn man wichtige Dinge im Leben verliert. Was weg ist, bleibt weg. Wenn man sich solche Gedanken macht, treffen Werke wie Clannad einen ziemlich hart.
     
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  4. Sora no Uta

    Sora no Uta Freigeschalteter Otaku Otaku Novize

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    Was hat das mit "emotional abgestumpft" zu tun, wenn man Serien nur zur Unterhaltung guckt und da kein Philosophie-Drama draus macht?
    Du gehörst bestimmt auch zu den Leuten, die bei den Adligen in SAO Ruhepuls 180 hatten, anstatt die Spannung zu genießen. Und für Spannung in Serien sind dramatische Tode und fiktive Arschlöcher goldwert. Das heißt nicht, dass mir nicht mal im Affekt ein paar Tränen kommen (z.B. bei Laxus Rauswurf aus der Fairy Tail Gilde), aber eben NUR im Affekt und schon gar nicht nach dem 10. mal.

    Vielleicht liegt das ja am Autismus, aber ich persönlich sehe da einfach keinen Grund aus irgendwas fiktivem (scheißegal was auch immer vorkommt) irgendwas aufs Reale zu übertragen. Außer vielleicht hypothetische Fußballergebnisse aus Anime-Ländern...
     
  5. Daimyo Tokugawa

    Daimyo Tokugawa 東方の老練家 Animes.so Staff

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    Das ist eine persönliche Sache, die jeder für sich entscheiden muss. Manche sehen in fiktiven Dingen nur Fiktives, manche sehe fiktive Dinge und übertragen (sofern machbar) diese ins Reale etc. Auch wenn man Serien "nur" zur Unterhaltung schaut, heißt das ja nicht, dass das Übertragen des Inhalts in die Realität, das Überlegen über mögliche Konsequenzen etc. deswegen ausgeschlossen sind. Wenn man es will, macht man es; wenn nicht, dann nicht.
    Andererseits ist es ja auch nicht so, dass man, weil man sich zu einem Anime Gedanken macht, es bei allen anderen Animes auch tut. Es kommt halt auf die verschiedenen Faktoren an: Gibt es eine Art der Verbundenheit zu den Charakteren, hat man Zeit und Lust, sich darüber Gedanken zu machen usw.

    Da wir über Keys Werke gesprochen haben, hatte ich diese Thematik angesprochen. Vor allem wegen Clannad kann man sich wichtige Fragen stellen, die einer Antwort bedürfen, falls man es bis dahin nicht getan hat: Was will ich aus meinem Leben machen? Was will ich erreichen? Will ich eine Familie gründen? Wie gehe ich damit um, wenn jemand (Ehepartner, Beziehungspartner, leibliches Kind etc.) todkrank ist oder (früh) verstirbt? Ich würde jetzt mal einfach vermuten, dass das (der letzte aufgezählte Punkt) einen anderen Effekt hat als wenn Eltern oder Geschwister davon betroffen wären.
    Was ich damit eigentlich sagen will, ist nur, dass man sich etwas Fiktives zur Unterhaltung schaut, dabei aber reale Fragen auftauchen können, die das eigene Leben betreffen, denn früher oder später könnten sie eintreten.
    Angenommen, man erlebt genau das, was in Clannad after Story passiert und hat sich bisher nie Gedanken um die (nahe) Zukunft gemacht. Dann wäre man sowas wie ein an Land gespülter Fisch, der verzweifelt versucht, wieder ins Wasser zu kommen. Wenn die Realität mit voller Wucht einem alles wegnimmt, tritt ein Ausnahmezustand ein, an dem viele Menschen zugrunde gehen. Im Grunde kommt es auf das Alter und die Lebenserfahrung an, mit denen wir die Dinge im Leben sehen.
     
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